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Cringe Check: Artur Abramovych und die Konservativenbeschimpfung

Am 28. November veröffentlichte Artur Abramovych, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Juden in der AfD“, einen Artikel mit dem Titel „Konservativenbeschimpfung als pubertäre Erscheinung“. Wie dem Titel bereits entnommen werden kann, handelt es sich um eine Abrechnung mit der Kritik junger, rechter Kreise an dem „Lauwarmen“, dem „bloß Konservativen“ – oder besser: Es hätte sich um eine solche Abrechnung handeln sollen, denn Abramovych versagt mit diesem Artikel auf allen Ebenen.

Gastbeitrag

Entsprechend leicht fällt dem Verfasser dieses Texts, der sich selbst dem von Abramovych kritisierten Lager zurechnet, die Gegenrede. Der nachfolgende Text wird also nacheinander jedes von Abramovych angeführte Argument untersuchen und, wo nötig (Spoiler: es ist jedes Mal nötig), widerlegen und richtigstellen.

Es reicht bereits aus, Abramovychs ersten Absatz zu lesen, um auf die erste Ungereimtheit zu stoßen: Das Wort „Boomer“, das von „bestimmten jugendlichen Kreisen aus dem vorpolitischen Umfeld der AfD“ verwendet werde, um „Gegner vollständig zu delegitimieren“, sei eine Erfindung der neuseeländischen Grünen-Politikerin Chloë Swabrick, die es im November 2019 in einer Parlamentsrede als Beleidigung gegen den konservativen Abgeordneten Todd Mueller verwendete. Diese unwahre Behauptung zeigt bereits, dass Abramovych mit der jungen Rechten nichts am Hut hat. Sonst wüsste er, dass „Boomer“ schon viel früher von Rechten verwendet wurde und dass es, wie so oft (z.B. das Virgin vs Chad– oder das Nordic-Gamer-Meme) irgendwann von Linken teilweise übernommen wurde. Populär unter jungen Rechten wurde das „Boomer“-Meme schon im Sommer 2018, als auf 4chan das „30-year-old-Boomer“-Meme kursierte. Dass es ursprünglich verwendet wurde, um langjährige Nutzer des Imageboards und ihre Nostalgie-Gefühle zu charakterisieren, ist übrigens ein Hinweis darauf, dass dieses Verständnis von „Boomer“ recht wenig mit dem Alter oder einer bestimmten Geburtenkohorte zu tun hat, und viel mehr mit der Verhaltenswese der Bezeichneten. Was als unpolitisches Meme begann, wandelte sich bald zur Stereotypen-Beschreibung im politischen Umfeld – auch im deutschsprachigen Raum.

Als „Boomer“ im deutschen rechten Zusammenhang wurden fortan zunächst alle bezeichnet, die sich eine frühere Version der Bundesrepublik – oder auch der DDR (Unterscheidung zwischen „West-„ und „Ostboomer“) – zurückwünschen und bei denen dieser Wunsch primär auf Nostalgiegefühlen fußt, da sie diese Zeiten selbst miterlebten. Später wurde der Begriff ausgeweitet auf alle bei diesen Personengruppen auftretenden Verhaltensweisen; ihre typischen Schlagworte und Mentalitäten galten nun ebenso als „verboomert“. Ein Beispiel ist die völlig bornierte und unzeitgemäße Furcht vor „dem Sozialismus“ (z.B. dieser Facebook-Post), obwohl  zumeist nicht einmal erklärt werden kann, was Sozialismus überhaupt ist.

Als Swabrick 2019 das Meme durch ihr „ok, boomer“ im Mainstream popularisierte, war es in rechten Zusammenhängen bereits vollständig etabliert: Es ist sogar denkbar und nicht unwahrscheinlich, dass sie es in irgendeiner Antwort eines Rechten auf einen ihrer Tweets aufgeschnappt hat. Folglich hat Benedikt Kaiser auch nicht in die „Elogen um Swabrick“ mit eingestimmt, wie Abramovych schreibt.

Als nächstes behauptet der Autor, die Verwendung von „Boomer“ gehe auf den mangelnden Respekt der Jugendlichen vor Alter und Lebensleistung zurück. Auch dies entspricht nur teilweise der Wahrheit, denn nicht jeder „Lebensleistung“ gebührt grundsätzlich Respekt und nicht jeder ist weise, weil er alt ist. Vielmals eher im Gegenteil: In der Rechten sehen wir Jugendlichen heute, dass ein großer Teil der Älteren eben keine Vorbildfunktion für uns erfüllen kann – dass wir in vielen Belangen objektiv besser agieren als unsere älteren Mitkämpfer – obwohl diese doch ihre Lebenserfahrung besitzen müssten. Wenn wir den Blick auf die von älteren Liberalkonservativen (sprich: von „Boomern“) dominierte AfD richten, sticht dieser Unterschied am Deutlichsten heraus: 250.000€ für eine „Grundgesetzpartei“-Kampagne, für deren Videos mit 90 Aufrufen sich niemand interessiert. Im Gegensatz dazu: Null Euro (0€) für metapolitische Akteure wie Martin Sellner, den regelmäßig Zehntausende schauen – und der für die AfD wirbt, für sie junge Wählerstimmen und Mitglieder rekrutiert. Welche Lebenserfahrung, welche Weisheit des Alters führt zu solchen Entscheidungen?

Und wie erklärt sich Abramovych die Tatsache, dass dieser Respekt vor der Lebensleistung dann an anderer Stelle doch existiert,  nämlich bei Leuten wie Götz Kubitschek oder Björn Höcke – bei Leuten also, die auch tatsächlich etwas für uns geleistet haben?

Weiter im Text: Abramovychs nächste Behauptung betrifft die Mosaikrechte. Das „Schnellroda-Umfeld“ betreibe „catch-the-liberal“ – würde also Liberale bewusst ausstoßen wollen – beklage sich aber zugleich über Distanzeritis. Wie könne so eine Mosaikrechte zustande kommen? Hier verdreht Abramovych auf niederträchtige Weise die Tatsachen. Eine Mosaikrechte kann genau dann funktionieren, wenn die verschiedenen, heterogenen Gruppen, aus denen sie sich zusammensetzt, einen Minimalkonsens finden. Wer augenscheinlich lieber mit dem System zusammenarbeitet, also Scheinopposition spielen will und nach materiellen Belohnungen und Anerkennung durch den Mainstream sucht, anstatt Fundamentalopposition für Deutschland zu sein, der hat keinen Konsens mit uns. Es ist das Unglück von uns Rechten, dass wir zu oft denen die Kooperation anbieten, denen es nicht um Veränderung geht – aber es ist dann auch oft das Glück im Unglück, dass genau diese Leute zeitnah durchdrehen und ihr wahres Gesicht offenbaren: Das war bei Lisa Licentia so, bei Oliver Flesch, aber auch bei David Berger, die alle irgendwann von sich aus anfingen, aktiv gegen unser Lager zu agitieren – und es ist bei den „Juden in der AfD“ nicht anders. Die Mosaikrechte war unser Angebot an genau diese Akteure.

Zu Klonovsky, Abramovychs nächstem Punkt, wurde bereits genug geschrieben (siehe hier und hier). Dieser Text wird das Thema also nicht noch einmal gesondert aufarbeiten.

Aus irgendeinem Grund schreibt Abramovych hierzu jedoch noch, dass man sich im „Kaiser-Umfeld“ mit „Genosse“ ansprechen würde (?) und dass Kaisers „Gefolge“ „wie ein pawlowscher Hund“ geifere, sobald bestimmte „Reizwörter“ fallen: „elitistisch“, „volksfern“, „marktradikal“. Als nächstes stellt er die selbst zurecht als „boomerhaft“ qualifizierte Frage nach Kaisers „guter Kinderstube“, um zum Schluss noch einmal – wohl als vernichtendes Argument – Kaisers längst vergangene Verbindungen zum sog. Nationalen Widerstand anzuführen; in Abgrenzung dazu führt er Klonovskys schillernden Lebenslauf der „Erfolge“ an. Abramovych offenbart an dieser Stelle glasklar, worum es ihm und seinen liberalkonservativen Kollegen am Ende geht: Es in der gegenwärtigen bundesrepublikanischen Gesellschaft zu etwas zu bringen. Der Idealismus, den große Figuren der Geschichte ausmachten („Ich verzehre mich im Dienst fürs Vaterland.“ – Otto von Bismarck), fehlt hier vollständig. Stattdessen findet sich nur der saft- und kraftlose Trieb zum zweifelhaften Ruhm in der BRD: Wie wollen vom Mainstream Anerkennung und Mitspracherecht erheischen.

Als nächstes stellt er die These auf, „edgy“ Gruppendynamiken, wie er sie bei Benedikt Kaisers „Gefolge“ und „Schnellroda“ verortet, führten zu einer „Abwärtsspirale im Hinblick auf die Qualität ihrer Mitglieder“. Der Verfasser dieses Textes nimmt an dieser Stelle einmal an, dass Selbiges in den Kreisen, in denen Abramovych verkehrt, nicht der Fall ist, beziehungsweise dass in jenen „nicht-edgy“ Kreisen eine Aufwärtsspirale im Hinblick auf die Qualität ihrer Mitglieder stattfindet. Die Antwort auf die Frage, ob Artur Abramovych nun also das folgerichtige, nächste Endresultat dieser „Aufwärtsspirale“ ist, die mit David Berger ihren Anfang nahm und mit Lisa Licentia ihren jüngsten Höhepunkt sah, überlassen wir dem Leser.

Das letzte Scheinargument, das Abramovych gegen die jungen Rechten und „Schnellroda“ ins Feld führt, betrifft das vermeintlich neurechte Magazin Cato und Kubitscheks Reaktion darauf, sowe Erika Steinbach: Während „Schnellroda“ Erika Steinbach vorwarf, mit der linken Zeitung taz gesprochen zu haben, bezeichnete Kubitschek Cato in einem Telefoninterview mit Augsteins Freitag als „Wohlfühlmagazin für Wohlstandskonservative“. Doppelmoral? Nein, denn Cato tritt implizit an, um Schnellroda den Rang abzulaufen und den Begriff „neurechts“ mit liberalkonservativen (verboomertem) Inhalten zu füllen und somit zu verwaschen. Kubitscheks Reaktion war vollkommen gerechtfertigt. Der Fall Erika Steinbach erfordert hingegen eine kleine Ausführung: Nachdem sie Ende Mai 2020 Dr. Erik Lehnert, den Vorsitzenden des Instituts für Staatspolitik (IfS) in Schnellroda, aus dem Vorsitz der Desiderius-Erasmus-Stiftung, der sogenannten parteinahen Stiftung der AfD (mit Anspruch auf bis zu 320 Millionen Euro Fördergeld in der nächsten Legislaturperiode) herausgeputscht hatte, ging sie sofort – bevor sie mit irgendjemandem sonst gesprochen hatte – zur taz und gab eine schriftliche Erklärung ab, in der sie erklärte, Dr. Erik Lehnert werde nun aus dem Vorstand Stiftung ausgeschlossen, weil der Verfassungsschutz das IfS beobachte und dies nicht mit der Stiftungssatzung vereinbar sei. Diese Handlung ist als äußerst feindseliger und niederträchtiger Angriff einzustufen – Steinbach wurde daraufhin sehr zurecht kritisiert.

Den krönenden Abschluss macht Abramovych mit einer dunklen Prophezeiung für Kubitschek: Die Revolution werde ihre Kinder fressen – Kubitschek selbst werde von den jungen Rechten bald als „Boomer“ bezeichnet und vollständig delegitimiert werden! Dass „einer der klügsten jungen Intellektuellen in Deutschland“ (Jürgen Braun über Abramovych) eine solche Prognose äußert, beweist einmal mehr seine völlige Ahnungslosigkeit. Nicht nur hat Artur Abramovych das Boomer-Meme nicht verstanden – er hat die gesamte junge Rechte nicht verstanden. In klassisch liberalkonservativer Manier sind die ernstgemeinten und ausgearbeiteten Forderungen junger Rechter nach einer grundlegenden Wende für Abramovych ein rot-braunes Schreckgespenst, das im „Bauernhof von Schnellroda“ (David Berger) haust und der vermeintlich seriösen Pseudorechten schadet.

Stellen wir zu Ende unserer Gegenrede also eine helle Gegen-Prophezeiung auf: Abramovych und seinesgleichen, die liberalkonservative Boomer-Rechte, werden in der Bedeutungslosigkeit verschwinden; und anstelle ihrer lachhaften Vorstellungen von dem, was eine “seriöse Rechte” ausmacht, wird eine ernstzunehmende, junge Bewegungsrechte auf den Plan treten.

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Veröffentlicht in Politik

6 Kommentare

  1. Rudi Winkler Rudi Winkler

    Man kann nicht erwarten, dass jeder Boomer über die Wirkungsgeschichte einzelner Memes Bescheid weiß. Was Israel-First-Kohnservative in der AfD zu suchen haben, will mir allerdings auch nicht einleuchten.

    • Al Honquarli Al Honquarli

      Berliner Wahlkreis, der weder in die FDP noch CDU passt. *shrug*

  2. “Der Verfasser dieses Textes nimmt an dieser Stelle einmal an, dass Selbiges in den Kreisen, in denen Abramovych verkehrt, nicht der Fall ist, beziehungsweise dass in jenen „nicht-edgy“ Kreisen eine Aufwärtsspirale im Hinblick auf die Qualität ihrer Mitglieder stattfindet. Die Antwort auf die Frage, ob Artur Abramovych nun also das folgerichtige, nächste Endresultat dieser „Aufwärtsspirale“ ist, die mit David Berger ihren Anfang nahm und mit Lisa Licentia ihren jüngsten Höhepunkt sah, überlassen wir dem Leser.”

    Der Schlag hat echt gesessen.

    • Julian Plähn Julian Plähn

      Hier geht es doch in Wahrheit gar nicht um irgendwelche Kritik an dem, was Abramovych geschrieben hat. Allein krampfhaft zu versuchen, das Wort „boomer“ zu erklären, was übrigens niemanden interessiert, macht so offensichtlich, dass es hier einzig und allein im seine ethnische bzw. religiöse Zugehörigkeit geht. Wir haben die Nase langsam voll davon, dass ihr unsere Partei unterwandert und uns in allen Belangen einfach sabotiert. Ihr seid Mitschuld daran, dass uns faschistisches Denken unterstellt wird und das übrigens zurecht. Noch brauner geht’s wohl nicht mehr? Ich kann diese ekelhafte Hetze nicht mehr sehen.

  3. Artur Abramovych Artur Abramovych

    Da ich auf Ihren Text, Herr „Fusion“, keine eigene Replik veröffentlichen werde, nur ein paar kurze Stichpunkte:
    1. Dass Sie noch nie in Ihrem Leben Geld verdient und Steuern gezahlt haben, sei Ihnen angesichts Ihres Alters verziehen. Aber glauben Sie bloß nicht, dass unsere Wähler die herrschenden Verhältnisse nicht als sozialistisch empfänden.
    2. Es tut mir sehr leid für Sie, dass Sie offenbar keinen Respekt vor Ihren Eltern haben. Ich jedenfalls pflege ein sehr gutes Verhältnis zu den meinen.
    3. Es wird Sie unter Umständen erstaunen, dies zu erfahren, aber spätestens seit dem Beginn der Neuzeit im engeren Sinne (1789) gab es wohl noch keine einzige Generation, in der nicht haufenweise Leute davon überzeugt waren, alles besser verstanden zu haben als ihre Elterngeneration. Sie sind also leider nicht der erste. Dabei muss man noch zwei weitere Dinge bedenken: erstens handelte es sich dabei immer um den progressiven Teil der jeweiligen Generation (was Ihren Versuch, mir die Zugehörigkeit zur Rechten abzusprechen, ein wenig konterkariert). Und zweitens weiß man noch nicht alles besser, nur weil man annimmt, alles besser zu wissen.
    4. Mich interessieren Lisa Licentia et al nicht die Bohne. Keine Ahnung, wofür sie steht, aber viel dürfte es nicht sein; dass ich habe sie nur einmal getroffen, Buchmesse FFM, da ist sie nicht bei uns am JF-Stand rumgehangen, sondern bei antaios, und am angeregtesten hat Kubitschek mit ihr geplaudert. Unsereiner hatte jedenfalls nichts mit ihr zu tun. Und dass Ihnen niemand zum Vergleich mit mir einfällt, der inhaltlich was zu bieten hat, zeigt die Beschränktheit Ihres Horizonts auf, im Übrigen ebenso wie
    5. Die Tatsache, dass Sie alles, was nicht zu 100% mit Kaisers feuchten Querfront-Träumen konform ist, als „liberal-konservativ“ deklarieren. Leider ist es ein wenig komplizierter, als Sie anzunehmen scheinen. Ich empfehle Ihnen jedenfalls dringend, auch nur einmal Cato oder wenigstens eines der folgenden Bücher zu lesen, um Ihren Horizont zu weiten: Rivarol, Maximen (übers. von Ernst Jünger); de Maistre, Abende von St Petersburg; Thomas Mann, Betrachtungen eines Unpolitischen; Hans Joachim Schoeps: Das andere Preußen; Cioran, Über das reaktionäre Denken; Nicolas Gomez Davila, Aphorismen (übers von Günter Maschke und hg von Klonovsky); Martin Mosebach, Häresie der Formlosigkeit.
    Wenn Sie das erledigt haben werden, könnten Sie sich ja bei Bedarf unter Klarnamen nochmal zu Wort melden.

    Viel Vergnügen und Grüße aus Paris nach Braunsbedra

    • Pascal Mayer Pascal Mayer

      Es ist schon erstaunlich, wie wenig Sie Ihre Verachtung gegenüber jungen Rechten zu verschleiern versuchen.

      Zu 1.: Dass viele junge Deutsche in Zeiten anhaltender Finanzkrise, Umverteilung zugunsten globalistischer Konzerne und Migrationsdruck nicht dieselben Perspektiven haben wie noch ihre Elterngeneration sollte Sie – als vermeintlichen Konservativen – betroffen machen; zumindest sollten Sie es als Problem betrachten, das solidarisch gelöst werden muss. Stattdessen haben Sie für die Betroffenen nur Verachtung und Spott übrig. Dies erinnert stark an gewisse “Pack”-Aussagen unsere politischen Establishments. Ebenso wie unsere Eliten zeigen Sie keinerlei landsmännische Parteilichkeit für junge, vom sozialen Abstieg bedrohte Deutsche; bevor Sie Ihre diesbezüglichen Aussagen zurücknehmen und eine solche Parteilichkeit entwickeln, sind Sie als Rechter, Patriot oder Konservativer schlicht nicht ernst zu nehmen.

      Zu 2.: Zunächst ist dies eine freche Unterstellung, und zweitens gilt hier dasselbe wie bei Punkt 1. Fakt ist, dass viele deutsche Familien nach jahrzehntelanger familienfeindlicher Politik und feministischer Propaganda zerrüttet sind. Das soziale Gefüge unseres Volkes liegt im Argen. Wären Sie konservativ, würden Sie dies anklagen und dagegen vorgehen. Stattdessen verhöhnen Sie das Leid eines großen Teils unserer jungen Generation.

      Zu 3.: Dieses Argument konsequent zu Ende gedacht, dürften junge Konservative niemals das Bestehende kritisieren, weil sie dann ja im eigentlichen Sinne nicht mehr konservativ, sondern progressiv wären – schließlich wollen sie Veränderung. Nun ist das zu Bewahrende jedoch nicht irgendeine temporäre politische oder wirtschaftliche Ordnung, sondern es ist das deutsche Volk an sich, sowie die existentiell notwendigen Institutionen der Familie und der Nation. Wenn Generationen vor uns den Volksbegriff verteufelt, die Familie dekonstruiert und die Nation aufgelöst haben, ist es an jungen Konservativen, jene Fehler zu beheben. Das hat nichts mit Progressivismus zu tun, wie sie unterstellen. Im Übrigen argumentieren Sie sowieso nicht in guter Absicht; Ihnen geht es eigentlich nur darum, uns mundtot zu machen – Ihr letzter Satz hätte deshalb ebenso gut in eine Boomer-Tirade gegen Fridays for Future gepasst.

      Zu 4. und 5. fällt mir nichts ein. Diese Absätze hätten Sie sich sparen können.

      Viele Grüße aus Deutschland in die große, weite Welt

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