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Heimat Defender: Rebellion – Ein metapolitischer Sieg

Was lange währt, wird endlich gut: Mit Heimat Defender: Rebellion hat kvltgames das erste patriotische Computerspiel veröffentlicht. konflikt über Release und Inhalt des Indie-Games.

Das erste Wort: Die Jugend

Bevor wir als konflikt-Redaktion unsere Meinung darstellen, lassen wir zunächst Liko berichten, was er von Heimat Defender hält:

“Während Leons Identität von einem ganzen Entwicklerstudio mit mehreren Mitarbeitern erschaffen und durch viel Steuregeld (225.000 Euro) finanziert wurde, hat kvltgames mit viel weniger Geld ein inhaltvolleres und spannenderes Spiel abgeliefert: Das politisch unkorrekteste Jump’n’Run-Game, welches die Welt bis jetzt gesehen hat. Außerdem ist es im Gegensatz zu Leons Identität wirklich spaßig und abenteurreich. Heimat Defender ist entgegen aller Kritik, auch von rechter Seite, kein sinnloses Spiel mit dem man bloß “seine Zeit verschwendet”.

Politisch nicht korrekt: Heimat Defender

Die Veröffentlichung eines Computerspiels ist auch ein metapolitischer Erfolg und Traum vieler Neurechter. Man muss Jugendliche dort abholen, wo sie stehen. Und die meisten Jugendlichen spielen heutzutage am Computer oder an der Konsole Spiele. Heimat Defender bringt Jugendlichen Patriotismus, Aktivismus und wohl auch die Welt von Schnellroda ein wenig näher; zwischendurch kommen kurze Einblendungen mit teils lustigen oder auch wichtigen Weisheiten. Auch die kaplaken-Reihe von Antaios ist in dem Spiel enthalten, und beim Finden der Bücher erscheinen kurze Texte, in welchen sie vorgestellt werden.

Einige peinliche Linke behaupten, dass die Grafik doch voll aus der Mode gekommen und das Spiel schlecht und langweilig sei. Jugendliche würden doch niemals ein Jump’n’Run-Game spielen. Als 16-jähriger Zoomer kann ich dies außerdem wohl besser beurteilen: Der Grafikstil ist längst wieder im Kommen und bei Jugendlichen beliebt. 2D-Spiele erfreuen sich ebenso einer immer größeren Beliebtheit. Auch die Downloadzahlen sprechen für sich: 20.000 Downloads, bereits am zweiten Tag. Die begleitende Spielmusik ist gewiss einzigartig und ist wohl dem Retrowave-Spektrum (angelehnt an die 1980er-Jahre) zuzuordnen. Sie unterstreicht die Lebhaftigkeit und Spannung von Heimat Defender.

Leons Identität war ein absolut peinlicher Flop und hat definitiv keine Jugendlichen erreicht. Heimat Defender hingegen holt die Jugendlichen ab und nimmt sie auf eine abenteuerliche und kämpferische Reise gegen die Globohomos und die NPCs mit. Heimat Defender ist ein klarer Schlag und – wenn auch nur ein erster kleiner – Sieg gegen das Mainstream-Spieleuniversum und das linke Establishment.”

konflikt

Allgemeines

Diese Woche ist Heimat Defender dann endlich erschienen. Am 15.09. streamte einprozentfilm auf YouTube ganze drei Stunden lang das offizielle Release – mit dabei: Der Entwickler Roland Moritz aka kvltgames, der österreichische Aktivist Martin Sellner, der Leipziger Youtuber und Hobby-Imker Alex Malenki und Survival-Experte Outdoor Illner. Moderiert wurde das ganze von Einprozent-Gründer Philip Stein, und auch Antaios-Autor Martin Lichtmesz war im Publikum zugegen. Von dem im Spiel vorkommenden Who’s Who der deutschen Neuen Rechten fehlten also nur noch Benedikt Kaiser (gerüchteweise krank, aber kein Corona), Björn Höcke (beschäftigt im real life – Kampf gegen Globohomo) und “der Schwarze Ritter” – um dessen Identität sich bis heute Mythen ranken.

Was wir in den gut zweieinhalb Stunden Game-Stream zu sehen bekommen haben, ist der überwiegende Großteil des Spiels – bis auf den Endgegner, den wir deshalb an dieser Stelle auch den Spielern nicht spoilern wollen – und davon eine Passage doppelt. Das Spiel hat insgesamt eine Spielzeit von etwa ein bis zwei Stunden, je nachdem, wie viele kaplaken man aufsammelt und auf welchem Schwierigkeitsgrad man spielt: Boomer, Normie und Gamer stehen zur Auswahl. Ein erster Speedrun-Weltrekord hat das Spiel übrigens schon auf Boomer in weniger als einer Dreiviertelstunde durchgespielt, dabei aber alle Dialoge und kaplaken ausgelassen:

42:40 – nicht schlecht, aber eben auf Boomer

Ein bis zwei Stunden… Ist das nicht etwas wenig? Wir finden ganz klar: Nein. Das hat mehrere Gründe. Zunächst handelt es sich um ein ganz kleines Indie-Projekt mit extremer personeller und finanzieller Auslastung. Man merkt, wie viel Liebe und Aufwand Entwickler kvltgames in die Welt, die Charaktere, das Leveldesign, die Grafik und das Gameplay gesteckt hat. Ja, ihr lest Recht: Bis auf den großartigen Soundtrack von RetroRebel stammt das gesamte Game mehr oder weniger ausschließlich aus der Hand des Entwicklers Roland Moritz. Zwar haben ihm laut Eigenaussage einige Leute bei der Qualitätskontrolle, der Story usw. geholfen, doch der eigentliche Prozess des Programmierens und der Ausgestaltung lag ganz bei einem Mann. Dafür ist das Spiel jedoch absolut genial geworden – es spielt sich abwechslungsreich und läuft größtenteils fehlerfrei, zudem bietet es mit drei Schwierigkeitsgraden und schon aufgrund seines Genres einen gewissen Wiederspielwert und kann kostenlos auf der Website heruntergeladen werden. Bei all diesen Vorzügen können wir uns nicht über die Spielzeit beklagen – auch wenn wir natürlich liebend gerne mehr Abenteuer mit Sellner, Malenki, Illner und dem Schwarzen Ritter erlebt hätten!

Gameplay

Womit wir bei den vier spielbaren Charakteren angekommen wären. Diese begegnen uns nach und nach im Laufe des Spiels und besitzen jeder für sich besondere Fähigkeiten, die wir für die anstehenden Herausforderungen benötigen. So kann Imker Alex Malenki die NPCs mit Äxten und Bienen besiegen und unter Wänden hindurch rutschen; Martin Sellner hingegen schießt aus seiner Sonnenbrille Laser und teleportiert sich durch die Waldgang-Dimension an tödlichen Hindernissen vorbei. Jeder Charakter spielt sich also abwechslungsreich, und das spiegelt sich auch in der Gestaltung der Level wider. Diese repräsentieren nicht nur dystopische Zukunftsvisionen unserer Welt (unser Favorit ist Antifa-shithole Connewitz), sondern sind auch mit unterschiedlichen Hindernissen und NPC-Gegnern befüllt, die die besonderen Talente der vier Helden erfordern.

Apropos NPCs. Diese entspringen der NPC-Fabrik der Globhomo Corp., und als friedliche patriotische Opposition besiegen wir sie natürlich nur insofern, als wir ihren Chip deaktivieren und sie wegbeamen. Trotz ihrer ideologischen Gleichschaltung unterscheiden sich die Gegner jedoch in Aussehen und Verhalten – vom seelenlosen grauen NPC mit oder ohne “Refugees Welcome”-Schild über Kampfroboter bis hin zum fliegenden Fernsehpropagandisten bietet sich eine reiche Gegnervielfalt, die abwechslungsreiche Reaktionen vonseiten des Spielers erfordert. Auch die Zwischen- und Endgegner sind entsprechen vielfältig und bieten, auch hier wieder ohne allzu große Spoiler, von der ehemaligen Stasi-Spionin über den Propagandachef bis hin zum selbstgeißelnden Aufarbeitungsminister einiges an Abwechslung – den geheimnisvollen “Verwalter” im Herzen der Globohomo-gated community nicht zu vergessen.

Alex Malenki wirft Äxte und kommandiert Bienenschwärme – wie im echten Leben

Das Gameplay ist also abwechslungsreich, spaßig und schnell – aber auch Geschmackssache. Zwar ist das Spiel aufgrund seiner relativen Kürze und des interessanten Settings sicher auch für Nicht-Jump’n’Run-Fans zu empfehlen; dennoch muss man dem Genre zumindest irgendetwas abgewinnen können, um mit Heimat Defender auf seine Kosten zu kommen. Außerdem gibt es zwei Entscheidungen des Entwicklers, die notwendigerweise einigen Spielern gefallen werden und anderen weniger: Das Spielerlebnis ist zwar stellenweise recht flott, aber insgesamt kommt dennoch kein Sonic-mäßiger Geschwindigkeitsrausch auf, und mit zunehmender Spieldauer werden die Level und Gegner zwar schwerer, aber nicht unbedingt schneller. Damit zusammenhängend gibt es für jeden Endgegner eine Möglichkeit des sogenannten cheesing, also eine Strategie, die (einmal herausgefunden), einfach und sicher zum Sieg führt. In beiden Punkten handelt es sich um Design-Entscheidungen, die getroffen werden müssen, aber eben notwendig manchen Spielern besser gefallen als anderen. Dem zertifizierten Zoomer und offiziellen konflikt-Gaming-Experten Liko gefällt beides sehr gut, während ältere Redaktionsmitglieder sich durch Soundtrack und Grafik auf ein schnelleres Gameplay eingestellt hatten. Letztlich bleibt dieser Punkt jedoch eine Frage des Geschmacks.

Sound, Grafik, Kunst

Abseits von dieser Erwartungshaltung wissen Soundtrack und Grafik jedoch absolut jeden zu überzeugen. Wie wir bereits in unserem Interview mit RetroRebel erfahren durften, hat der Musikproduzent mal wieder seine Fähigkeiten in puncto Synthwave spielen lassen, dieses mal aber angereichert um epischere Klänge – streckenweise könnte man von so etwas wie Metalwave sprechen – und thematisch auf die Levels abgestimmt. Besonders gut gefällt hier die musikalische Begleitung zu dem Moment, in dem der Spieler zum ersten Mal auf Martin Sellner trifft.

Über die Grafik müssen wir an dieser Stelle eigentlich gar nichts mehr sagen, denn auch hier könnt Ihr Euch ganz einfach selbst überzeugen, wenn Ihr die Videos schaut oder das Spiel herunterladet und selbst spielt. Die Städte sind extrem stimmig umgesetzt, alle Charakterportraits inklusive dem Hutbürger sind von Hand gezeichnet, die Animationen sind großartig und die Level-Elemente erinnern an die besten Zeiten klassischer Jump’n’Runs. Das allgemeine Farbschema und die damit transportierte Stimmung ist, wie auch der Soundtrack, eindeutig eine Verknüpfung futuristischer Elemente mit Retro-80s-Stimmung. Fluoreszierende Farben und Lilatöne dominieren, das Konzept geht auf: Man sehnt sich nach einer Vergangenheit, die man selbst gar nicht erlebt hat.

Interessanterweise wird in Heimat Defender das künstlerische Prinzip des Retrofuturismus, wie ihn RetroRebel der konflikt-Redaktion erklärt hatte, zugleich angewandt und gewissermaßen auf den Kopf gestellt: Die Vision, wie sich vergangene Generationen die Gegenwart oder auch unsere Zukunft vorgestellt haben, wird nicht utopisch auf-, sondern dystopisch abgewertet. Gleichzeitig ermöglicht dieser Hintergrund des allgemeinen Niedergangs jedoch ein stärkeres Aufscheinen von Figuren, die in der gegenwärtigen politischen Lage unverdienterweise marginalisiert sind. Gerade weil der Gang der Gesellschaft hin zu ihrer dystopischen Zuspitzung in den kommenden 80s sich in unserer Gegenwart bereits ankündigt, können die jetzigen Widerstandsfiguren aus dem neurechten Lager so pointiert und stimmig in Szene gesetzt werden. Ist Sellner für den gegenwärtigen Mainstream der “IB-Hipster”, wird er im Spiel zur Cyber-Stilikone; mögen manche unserer Zeitgenossen in Götz Ku… im Schwarzen Ritter nur einen sinistren Ideologen sehen, tritt er vor dem Hintergrund der verwirklichten Globohomo-Ideologie als Krieger für die Wahrheit auf. Das Design-Konzept von Heimat Defender: Rebellion geht auf, und es beweist mal wieder, dass Spiele eine Kunsform sein können, wenn sie nicht dem bloßen Profitstreben von Konzernen oder der einfältigen politischen Indoktrinierung dienen.

Handlung und Metapolitik

Damit wären wir bei der Handlung angekommen, und dem geneigten Leser drängt sich jetzt vielleicht die Frage auf, warum wir nicht mit der Handlung angefangen haben. Es geht uns hierbei darum, einen bestimmten Akzent zu betonen, der in der medialen Hetze gegen das Spiel und seinen Entwickler oftmals unterzugehen drohte: Heimat Defender ist kein Werkzeug zur bloßen Vermittlung eines politischen Weltbildes. Es ist ein vollwertiges Spiel, ein künstlerischer und interaktiv-spaßiger Ausdruck einer dystopischen Zukunftsvision, wie sie der Entwickler, sein Umfeld, und auf unsere eigene Weise auch wir bei konflikt teilen: Es geht darum, bestimmte reelle Entwicklungstendenzen westlicher Gesellschaften zuzuspitzen und experimentell in Szene zu setzen, sowie sie mit der Möglichkeit von echtem Dissens und politischem Widerstand zu konfrontieren. Selbstverständlich werden dabei gewisse Aspekte der Gegenwart ausgeblendet und andere überbetont, selbstverständlich sind das Spiel und sein Narrativ daher grundsätzlich in einer Position, Anstoß – unseretwegen auch berechtigten Anstoß – bei einem Teil des Publikums zu erregen. Aber so ist das nun einmal mit Kunst, insbesondere mit politischer Kunst: Sie reißt verdeckte Konflikte auf, rückt Realitäten ins Licht – alles andere wäre bloßes Infotainment. Wenn also jemand in der Story von Heimat Defender Topoi findet, die ihm verkürzt-antikapitalistisch oder anderweitig falsch vorkommen, soll er wissen, dass das neurechte Lager für inhaltliche Kritik und Debatte offen ist. Aber um eine Diskussion anzustoßen, muss man nun einmal Anstoß erregen.

Hilfreich, aber leider nicht gut lesbar: Der Hinweis auf das Fan-Wiki

Dabei ist die Handlung eigentlich ebenso kurzweilig wie interessant: In den 2080s beherrscht nicht nur ein futuristischer 80s-Look, sondern auch eine futuristische Version des gegenwärtigen Finanz- und Technologiekapitals – die Globohomo Corporation – die Welt. Angeführt von Commander Kurtz, der nur zufällig einem ungarischstämmigen “Philantropen” ähnelt, versklavt der Monopolkapitalist alle verbleibenden Europäer, indem er ihnen Chips einpflanzt und sie zu NPCs umwandelt. Gestützt wird er dabei von leibhaftig gewordenen Ideologischen Staatsapparaten, die ihrerseits nur zufällig deutschen Fernsehpersönlichkeiten, Politikern und Berufsantifaschistinnen ähneln. Den Kampf gegen Basis und Überbau dieses Woke Capitalism nehmen nicht etwa die Linken auf – nein, die haben es sich in Connewitz gemütlich gemacht, trinken Torben&Sören-Sojamilch und greifen unter dem Schlachtruf “Black Lives Matter!” die wahren Dissidenten gegen die Kapitalherrschaft an. Doch die Dissidenten lassen sich nicht unterkriegen und setzen im Kampf gegen Globohomo alle ihre Fähigkeiten ein.

Bei diesen Dissidenten handelt es sich, wie auch schon in unserer gegenwärtigen Zeit, um das Mosaik der Neuen Rechten. Dabei hat jeder der Hauptcharaktere und Nebenfiguren seine eigene Motivation und sein eigenes Weltbild: Neben den IB-Aktivisten spielen auch der klassisch-rechtskonservative Antaios-Verleger, der authentische Survivalist Illner, der Sozialpatriot Benedikt Kaiser, AfD-Frontmann Björn Höcke und Einprozent-Gründer Philip Stein ihre jeweiligen Rollen als spielbare Figuren und hilfreiche Tippgeber. Was sie vereint, ist der Kampf gegen die Ideologie der globalen Homogenisierung und gegen die vermeintlich übermächtigen Institutionen, von welchen sie ausgeht. Globale Vereinheitlichung und Auflösung der gewachsenen Identitäten, ungebrochene Herrschaft des Finanz- und Technologiekapitals – das ist der dystopische Gegner, gegen den die Neue Rechte realiter ebenso kämpft wie in Heimat Defender. Nur wird in dem Spiel diese komplexe Gemengelage eben vereindeutigt und auf einige wenige hervorstechende Figuren projiziert. Egal, was solche Vereindeutigungen in einem auslösen mögen: Es ist und bleibt ein Wahrheitskriterium politischer und anderer Weltbilder, ob und wie diese sich künstlerisch realisieren lassen. Die thematische und stilistische Stimmigkeit von Heimat Defender ist somit ein ausgezeichneter Beweis für den Geltungsanspruch der dahinterstehenden Weltsicht – ein metapolitischer Erfolg.

Ideologie und Vereindeutigung

Ist es aber, wie die Linken und ihre Medien hysterisch behaupten, ein Werk des Hasses und der Hetze? Auf Basis des Vorangegangenen können wir ehrlich und aufrichtig sagen: Nein, das ist es nicht. Im Gegenteil: Die regulären Gegner, das bekannte NPC-Meme, ist eben bewusst keine Karikatur auf eine real existierenden Person, sondern stellt vielmehr emblematisch eine gewisse Geisteshaltung dar. In anderen Worten: Der Großteil unseres Kampfes richtet sich nicht gegen Menschen, sondern gegen die Indoktrinierung in ihren Köpfen. Das NPC-Meme mag für linke Ideologen “menschenverachtend” erscheinen; für alle anderen drückt es hingegen die genau gegenteilige Hoffnung aus, die Massen aus ihrer ideologischen Beherrschung befreien zu können.

Charaktermaske des Kapitals oder Übervereinfachung?

Hingegen sind die Zwischen- und Endgegner tatsächlich – wenn auch selbstverständlich rein zufällig – an echte Personen angelehnt. Doch auch hier ist die Botschaft eindeutig: Es handelt sich bei den zu bekämpfenden Gegnern nie um den konkreten Menschen, wie er in der echten Welt existiert, sondern stets um eine überlebensgroße Repräsentation (beinahe eine Art Hologram), die für ein bestimmtes Prinzip steht. Nicht eine bestimmte Volks-, Religions-, Berufs- oder sonstige Personengruppe, keine Klasse oder Schicht wird per se zum Feindbild erklärt, sondern es werden (im Grunde wie in einem Superheldenfilm) zeitgeschichtliche Phänomene wie mediale Propaganda, gesichtslose Technokratie, linksprogressive Heuchelei und abstrakte Kapitalherrschaft vereindeutigt und bekämpft. Ja, diese Phänomene werden im Spiel visuell personifiziert – aber stets mit genau der notwendigen ironischen Überzeichnung, die nötig ist, um eindeutig zu zeigen: Nicht dieser oder jener konkrete Mensch, nicht diese oder jene Gruppe ist der Gegner – der Gegner ist ein System, das von diesen Figuren lediglich repräsentiert und verwaltet wird. Sehr wichtig ist an dieser Stelle auch der fundamentale Freund/Feind-Kontrast: Bei den Protagonisten und ihren Helfern handelt es sich um konkrete, reell existierende Personen; auf der Gegnerseite bekämpft wird jedoch ein zunächst abstraktes System des wirtschaftlichen und ideologischen Globalismus – dessen Vertreter deutlich als comichafte und daher im Grunde genommen austauschbare Charaktermasken gekennzeichnet sind. Wer hier bösartige Personifizierung oder gar Ressentiments am Werk sehen will… Nun, der will Bosheit und Ressentiment sehen. Weshalb auch immer.

Fazit

Kurzum: Das Spiel ist das Gegenteil von Hass und Hetze – es ist eine vielfache Liebeserklärung. Eine Liebeserklärung an den Sound und die Optik der 80er-Jahre und ihr Revival im Zuge der Synthwave-Bewegung. Eine Liebeserklärung an das künstlerische und weltanschauliche Konzept des Retro- bzw. Archäofuturismus, das alte und vermeintlich widerlegte Zukunftsvisionen mit neuem Leben erfüllt. Eine Liebeserklärung an ein Genre, welches der Entwickler offensichtlich kennt und beherrscht wie kein anderes. Eine Liebeserklärung an das Eigene, an die unverwechselbare historisch gewachsene Identität, die gegen Ersetzungsmigration und Globalismus zu verteidigen es wert ist. Zuletzt eine Liebeserklärung an die sogenannte Mosaikrechte, an das gesamte neurechte Lager, an seine Vordenker, sein Umfeld und sein Publikum – letztlich seid Ihr es, dem das Spiel gewidmet ist.

kvltgames hat mit dem ersten patriotischen Computerspiel tatsächlich einen Meilenstein geschaffen, einen metapolitischen Erfolg wie er im Buche steht. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass das Spiel sich so weit verbreitet, wie es ihm gebührt und dass der Entwickler auch in Zukunft sein Talent und seine Vision ähnlichen Projekten widmen kann. Darum möchten wir an dieser Stelle noch einmal alle unsere Leser darauf hinweisen, dass das Spiel zwar kostenlos auf der Webseite erhältlich ist, aber (hoffentlich) demnächst auch für einen kleinen Preis bei Steam gekauft werden kann. Weiterhin kann der finanzierende Verein hinter dem Spiel und anderen patriotischen Projekten hier mit Spenden unterstützt werden. Doch auch diejenigen unter Euch, die gerade nicht spenden können oder wollen, können noch heute aktiv werden: Verbreitet das Spiel und positive Berichterstattung in den sozialen Medien, erstellt Let’s Play Videos und Speedruns, oder arbeitet im Heimat Defender-Fanwiki mit. Kurz: Engagiert Euch politisch und metapolitisch, treibt unsere Narrative voran und den Gegner ideologisch in die Defensive.

Wir müssen bedenken: Zwar ist der Globalismus zu diesem Zeitpunkt tonangebend in den Ideologischen Staatsapparaten; und es ist auch wahr, dass wir uns am linken Straßenmob nicht einfach durch die Waldgang-Dimension vorbei-teleportieren können. Doch gleichzeitig zeigt der Kontrast zwischen steuerfinanzierten Desastern wie Leons Identität und Indie-Hits wie Heimat Defender, welche Seite die besseren Karten im Kampf um die Köpfe und Herzen der Jugend in der Hand hält. Könnt Ihr euch vorstellen, dass ein linker Familienvater gemeinsam mit seinem loyalen politischen Umfeld ein ganzes Jahr lang konzentriert an einem Projekt arbeitet, das sein Weltbild zugleich spaßig und pointiert in Szene setzt und sich als vollwertiges Videospiel nicht verstecken muss? Wir auch nicht, genau genommen können wir uns keinen einzigen dieser Aspekte auf der politischen Linken vorstellen. Und genau da liegt unser Vorsprung und unsere Stärke.

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Veröffentlicht in Gaming

Ein Kommentar

  1. KekTop KekTop

    Das Fühl wenn der Entwickler sein Spiel in Schnellroda vorgestellt hat und längere Passagen aus diesem Artikel zitiert hat. Ehren-Artikel, Ehren-Entwickler. Grüße gehen raus

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