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Taktische Niederlage, Strategischer Sieg

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Mit seinem Distanzierungszwang und seiner Übernahme feindlicher Begriffe hat das Meuthen-Lager in der AfD viel Negatives bewirkt – und konnte das postulierte Ziel dennoch nicht erreichen, denn die bundesweite VS-Beobachtung der Partei steht kurz bevor. Eine klare Niederlage für das angeblich “seriöse” bürgerliche Lager, und eine bittere, aber letztlich vielversprechende neue Ausgangssituation für die Partei.

konflikt

Nachdem noch vorgestern antideutsche Elemente der Linken, Grünen und bis in die FDP hinein schäumend vor Twitter saßen und die erfolgreiche #150JahreVaterland-Aktion verfluchten, gab es gestern am späten Nachmittag etwas Balsam für ihre strapazierten Nerven: Laut Medienberichten soll der Bundesverfassungsschutz die Gesamt-AfD ab nächster Woche als Verdachtsfall führen. Das heißt konkret, dass Parteimitglieder in ganz Deutschland mit nachrichtendienstlichen Mitteln bespitzelt werden dürfen. Was zunächst (vor allem angesichts der anstehenden Wahlen) als Niederlage erscheint, ist bei genauerer Betrachtung ein Sieg für das konservativ-patriotische Lager. Denn wenn die Berichte zutreffen, gilt Folgendes:

Vorteile

1. Der Meuthen-Kurs ist zum Scheitern verurteilt. Die längste Zeit konnte das liberalkonservative Lager die Gesamtpartei mit einem scheinbaren Zwangsargument vor sich hertreiben: Wer nicht Meuthens vermeintlich “seriösen” (d.h. bürgerlichen) Kurs gehen will, schadet der Partei, indem er sie dem Verfassungsschutz ausliefert. Mit dieser Logik konnte der Meuthen-Flügel die Partei von einigen angeblich schädlichen Elementen säubern. Schließlich lag es auf der Hand: Wer kann schon eine VS-Beobachtung wollen?

Doch dieses Argument ist nun hinfällig, und Meuthen entblößt: Somit werden Stimmen laut werden, die ihn und seinen Flügel noch stärker kritisieren als bisher. Schließlich hat er der Partei Wesentliches abverlangt – unter dem Vorwand, eine VS-Beobachtung zu verhindern, hat er sie sogar aktiv auf eine Spaltung hingetrieben bzw. eine solche in Kauf genommen. Nun steht endgültig fest: Die AfD wird vom politischen Establishment niemals akzeptiert werden, egal wie sehr sie sich von allem und jedem abgrenzt. Meuthens Kurs war ein gigantischer Holzweg, und sein Stuhl wird definitiv wackeln.

2. Patriotische Kräfte, welche die eskalierende Repression (Stichwort: Salamitaktik), die nun in die VS-Beobachtung mündet, von Anfang an richtig eingeschätzt haben, werden profitieren. Schließlich haben sie unter Beweis gestellt, dass sie fest auf ihrem eigenen Standpunkt stehen, während sich das Meuthen-Lager mit seinem andauernden und letztlich sinnlosen Kuschen vor der drohenden VS-Beobachtung nur lächerlich gemacht hat. Es mag auf den ersten Blick zynisch wirken, hier von einem Sieg zu sprechen, doch ist eine solche Verschärfung der Situation stets auch eine Gelegenheit, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Das Verständnis, dass der VS nicht mehr ist als ein Instrument zur Oppositionsbekämpfung, schützt zwar nicht vor den Konsequenzen einer Beobachtung, nimmt dem Ganzen aber seinen magischen Schein: Auch wenn Bürgerliche es gerne glauben mögen, ist es lange nicht mehr so, dass wir in einem gut funktionierenden Rechtsstaat lebten, wo nur gewaltbereite Extremisten vom VS beobachtet werden. In Wirklichkeit leben wir in einem sanften Totalitarismus, wo jede wirkliche Opposition zur herrschenden globalistischen Ideologie als “rechtsextrem” gebrandmarkt und nachrichtendienstlich verfolgt wird. Diejenigen, die das begriffen haben, werden standhaft bleiben – alle anderen werden der Reihe nach umkippen.

3. Je fester die Altparteien und ihre Staatsapparate die Daumenschrauben anziehen und das eigene Volk tyrannisieren, desto mehr und offensichtlicher müssen sie lügen und die Realität verzerren. Wenn sie jetzt die AfD noch mit fadenscheinigen Argumenten als Verdachtsfall einstufen, wird ihr Lügenkonstrukt noch größer und totalitärer – aber damit auch instabiler. Jede neue Unwahrheit, die die politisch-mediale Klasse nutzen muss, um ihre Ideologie auszubauen, erhöht noch die Gesamtlast auf dem morschen Gemäuer.

Für den durchschnittlichen Deutschen wird es immer unbegreifbarer, warum korrupte SPD-Politiker in Regierungsämter und Linksextremisten in Verfassungsgerichte gelangen, während ausgerechnet die AfD ins Visier der Schlapphüte gerät. Hierfür bedarf die Partei gar keiner peinlichen “Grundgesetz-Kampagnen”, sondern sie muss schlicht und ergreifend weiter mit demokratischen und friedlichen Mitteln für eine politische Wende einstehen – der Widerspruch zwischen Lüge und Realität wird mit zunehmender Intensität der Lüge immer offensichtlicher. Sollte am Ende doch noch ein Funken Rechtsstaatlichkeit überwiegen und das Bundesverfassungsgericht die Beobachtung für unhaltbar erklären, wäre dies natürlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Doch die Wahrheit wird sich auch unabhängig vom Urteil des Bundesverfassungsgerichtes durchsetzen.

Fazit

Zusammengenommen bedeuten diese drei Punkte, dass die AfD zwar vor allem im anstehenden Superwahljahr negative Konsequenzen in Form von Mitgliedereinbußen erleiden könnte. Doch zugleich lässt die eskalierende Repression immer sichtbarer die totalitäre Fratze hinter der rechtsstaatlichen Fassade der Bundesrepublik hervortreten. Das konservative Lager sollte also keineswegs verzagen oder sich desillusioniert in radikale Nischen flüchten. Sollte es so weit kommen, dass die AfD bundesweit zu Unrecht vom Verfassungsschutz beobachtet wird, schadet das System sich dadurch nur selbst. Auf unser Lager kommen dann zwar flächendeckend schärfere Repressionen zu, doch hat dies den für uns positiven Effekt, dass die Lauwarmen und Opportunisten sich von selbst aussortieren werden. Zugleich wird unser politischer Gegner sich immer weiter vom Volk entfremden und sein Lügengebäude immer höher bauen müssen – bis es zuletzt über ihm zusammenbricht.

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Veröffentlicht in Politik

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